Audio-Streaming mit Volumio und Roon mit DIY-Geräten

Volumio-Streamer

Raspberry Pi 4 mit Volumio

Die Wiedergabe erfolgt aktuell hauptsächlich über einen selbst gebauten Streamer: ein Raspberry Pi 4 Modell B mit 4GB Ram.
Die Stromversorgung übernimmt ein 25W 5V Synchronnetzteil, um unnötige Störungen eines einfachen Schaltnetzteils zu vermeiden.
Die Bedienung erfolgt über App, Browser oder über das 7″ Touchsreen-LCD von EVICIV. Die Einbindung des Touch-LCD in die Volumio-Installation ist recht unkompliziert und funktioniert wirklich sehr gut.

Raspberry Pi 4 mit Audiophonics DAC I-Sabre ES9038Q2M

Die digital/analog Wandlung übernimmt ein Audiophonics DAC I-Sabre ES9038Q2M, der beste Raspi-DAC den ich kenne.
In den RCA-Buchsen stecken Viablue XS Winkeladapter, damit die Kabel nicht zur Seite gehen und darin Audioquest Golden Gate Cinch-Kabel – eine sehr gute Kombination.
Natürlich ist aus Stabilitäts-, Geschwindigkeits und Störungsgründen das Wlan des Raspi deaktiviert und eine kabelgebundene Netzwerkverbindung aufgebaut.

Im Streamer befindet sich eine 128GB Micro-SD-Karte von SanDisk. Da für die Volumio-Installation nur einige wenige GB benötigt werden, steht der Rest für Musikfiles zur Verfügung. Da mir das aber noch nicht ausreicht, steckt in einem der USB-Steckplätze noch ein Intenso Slim-Line USB-Stick mit weiteren 128GB.
Zusammen sind aktuell gut 4000 Titel als 16bit/44kHz flac und gut 1300 hochauflösende Titel mit 24bit und 44,1 bis 192kHz gespeichert. MP3’s verwende ich aktuell nicht mehr.
So kann der Streamer auch unterwegs ohne Zugriff auf das Internet (Spotify) oder Zugriff auf das heimische Musikarchiv auf dem Synology-NAS betrieben werden.

Roon Core Server

MIFcom i3 NUC

Als Roon Core kommt ein Intel i3 i3 NUC mit 8GB Ram und einer 128GB mSATA SSD in einem lüfterlosen Mini-Gehäuse zum Einsatz. Der Rechenzwerg schafft es locker, mein um die 3000 Musikalben umfassendes Musikarchiv zu verwalten und mehrere hochauflösende Streams gleichzeitig bereit zu stellen.

i3 D33217GKE NUC mit 8GB Ram und 128GB mSATA SSD

Das Innenleben meines Roon Core Servers mit i3 3217U auf einer D33217GKE Platine. Der Rock Server verbraucht nur maximal 14 Watt.

Die Installation der Rock Core Software funktioniert mit den Downloads auf der Roon Seite völlig problemlos: Image laden, auf Stick „brennen“, NUC vom Stick booten und das Rock-Linux automatisch installieren lassen – NUC neu starten und fertig.

Über die Roon Remote Software wird alles konfiguriert. Die Remote Software findet den neuen Roon Core automatisch, einfach verbinden. Die Datenquelle für die eigene Musiksammlung muss angeben werden, bei mir ein Verzeichnis auf meinem Synology-NAS.
Die Logindaten für Tidal und/oder Qobuz müssen einmal eingegeben werden und schon steht einem eine unfassbar große Musiksammlung in wirklich sehr guter Qualität zur Verfügung.

Natürlich ist mittlerweile jeder, im lokalen Netzwerk angeschlossene PC mit ordentlicher Audiowiedergabe-Hardware ausgestattet und als Roon-Endpoint angemeldet.

In meinem Büronetzwerk (ca. 2km entfernt) steht mittlerweile ein zweiter Roon Core Server – beide laufen über einen einzigen Account. Gleichzeitige Musikwiedergabe auf beiden Core geht natürlich nicht, aber mit einem Klick auf „deautorisieren“ ist das Problem gelöst und nur noch ein Roon Core ist mit der Roon-Zentrale verbunden.

Update Juni/Juli 2021

Mittlerweile habe ich den/die Roon-Server durch eine Software-Lösung auf meinen Synology-NAS Geräten abgelöst: RoonOnNAS
Die Softwareerweiterung ist kostenlos verfügbar und läuft auf allen halbwegs leistungsfähigen Synology-NAS mit x64 CPU. Das sind bei mir eine DS920+ und eine DS1621+.
Die Roon-Datenbanken liegen jeweils auf schnellen 1TB m.2 NVMe SSDs. Sie stecken in den für den SSD-Cache vorgesehenen Steckplätzen (um keine HDD-Einschübe zu verschwenden) und wurden als System-Laufwerke von Hand partitioniert.
Die Software-Roon-Server laufen absolut zuverlässig, verbrauchen keinen zusätzlichen Strom und belasten den Netzwerk Traffic nur gering, da die Musikdaten lokal im NAS gespeichert sind.